Ich war bei der Weber Grillakademie in Berlin

Weber Grillakademie in Berlin

Was gibt es animalischeres als Feuer, Natur und rohes Fleisch? Kein Wunder, dass Grillen so beliebt ist, können wir unser urzeitliches Wesen endlich einmal ausleben. Um ein Feuer sitzen und erjagtes (Okay, gekauftes) Fleisch für die Rotte/Gruppe zubereiten. Naja so oder so ähnlich. Weil Grillen aber mehr als nur Fleisch und Feuer ist, ich es aber bis jetzt nicht besser wusste, wurde mir zum Geburtstag ein Weber Grillakademie Kurs geschenkt.

Weber Grillakademie

Weber Grillakademie

In Berlin, nahe dem Hackischen Markt, gibt es den Weber Original Store. Dort gibt es wirklich alles, was das Herz eines Grillprofis höher schlagen lässt – zu Preisen, die das Herz direkt stehen lassen. Neben dem Store gibt es auch noch die Weber Grillakademie (hier die Kurse).
Das Ganze ist ein großer Raum mit Sitzmöglichkeiten, Küchenbereich und natürlich vielen, vielen unterschiedlichen (Weber) Grills. Große, kleinere, Elektro-, Gas- und natürlich die “klassischen” Weberkohlegrills. Alles eine Preisklasse zu hoch für mich, aber schon etwas, von dem man träumen kann.

Vornweg kann ich schon verraten, dass ich den Kurs (ich hatte den Basic-Kurs) unbedingt empfehlen kann. Und auch wenn extra am Anfang betont wurde, es sei keine Verkaufsveranstaltung, sollte jedem klar sein, das bei einer Weber Grillakademie nur mit Weberprodukten hantiert wird. Und am Ende hat man auch noch einmal die Gelegenheit in den Store zu gehen.

Weber Grillakademie der Basic Kurs

Wie ich bereits schrieb, habe ich den Kurz zum Geburtstag geschenkt bekommen und als jemand, der es zwar schafft einen Grill anzumachen und ein paar Würste und bereits vorbereitetes Fleisch zu grillen, war der Basic Kurs die richtige Wahl. Es gibt auch noch einige andere Kurse, die darauf aufbauen, aber das kann ja später kommen.

Der Kurs an sich ist nicht gerade günstig. 99 Euro muss man aufbringen und einen freien Platz finden. Dann aber bekommt man gute drei bis vier Stunden Wissen vom Profi unterhaltsam vermittelt. Auch wenn nicht jeder im Kurs alles machen kann und nicht jeder die ganze Zeit am Grill steht, kommt man am Ende doch mit einigen grundlegenden Dingen heraus, die dann nur noch angewendet werden müssen.

Als erstes wird das Grillgut vorbereitet. Und die erste Überraschung für mich war, dass es nur zwei Gerichte gab, die mit Fleisch bzw. Huhn waren. Der Rest, waren Dinge, die ich so erst einmal nicht auf dem Grill vermutet habe.

Es gab eine Vorspeise – um die hungrigen Gäste erst einmal ruhig zu stellen – bestehend aus einem gegrillten Toast. Auch eine süße Nachspeise stand auf dem Programm, die natürlich im Grill bereitet wurde. Aber auch einen Kartoffelauflauf, Salz(mantel) Kartoffeln, Bierdosenhähnchen (beer-can-chicken) und einen leckeren Braten. Die Zutaten waren alle frisch und super lecker, auch gab es Getränke so viel man wollte und nette Bedienung. Wenn man das alles betrachtet, sind die 99 Euro gar nicht mehr so viel.

Nachdem alles vorbereitet wurde – es gibt auch ein Rezeptbuch für zu Hause – ging es los mit dem Grillen. Für mich war auch mal interessant zu sehen wie sich ein Gasgrill verhält. Bis jetzt war ich immer etwas skeptisch “das ist doch kein richtiges Grillen”. Es war aber nicht nur “einfach alles auf den Grill schmeißen und wieder runterholen”, es gab auch noch einiges Basiswissen dazu. Beispielsweise, welche Art von Feuermittel (Holzkohle, Briketts und was es noch alles gibt) für welchen Einsatzzweck die richtige ist. Besonders spannend fand ich die Verwendung von Räucherhölzern – eine Sache, die man so nicht jeden Tag macht/sieht.

Am Ende gab es natürlich auch all das, was wir wir gegrillt haben zu essen. Und natürlich die Rezepte fürs Nachgrillen zu hause. Ich werde versuchen gleich am Sonntag ein paar Dinge davon nachzugrillen. Auch wenn ich nach dem Kurs weiß, ich brauche einen anderen Grill – einen mit Deckel. Und ich weiß auch, es wird leider kein Webergrill werden, es sei denn ich komme auf einmal zu Geld.

Bei der Gelegenheit ist mir mal wieder aufgefallen wie anstrengend Erwachsene (Männer) werden können, wenn sie zu mehreren an einer lockeren Veranstaltung teilnehmen, bei der es auch alkoholische Getränke gibt. Das ein oder andere mal musste ich mir eine gedankliche Facepalm geben.

Mein Fazit zur Weber Grillakademie

Wer wie ich eher der Würstchen- und Fertigfleischgriller ist, aber mehr sein möchte, sollte sich unbedingt anmelden und den Kurs machen. Wer schon jahrelang grillt und auch mal was “außergewöhnliches” auf den Grill schmeißt, der sollte vielleicht einen der anderen Weber Grillakademie Kurse besuchen. Ich hatte Spaß und habe viel gelernt und hoffe das alles auch ohne einen Profi an der Seite umsetzen zu können. Und Achtung… nach dem Kurs wird die Wunschliste an Grillzubehör um einige Dinge anwachsen.

Noch mal zum Klarstellen:

Jetzt habe ich so oft erwähnt, dass Weber Grills so teuer sind. Subjektiv betrachtet mag das auch stimmen, Objektiv betrachtet bekommt man auch echt gute Qualität für das was man bezahlt.
Auch möchte ich noch einmal klar machen, ich habe keine Gegenleistung von Weber oder der Weber Grillakademie bekommen für den Artikel. Im Gegenteil, ich musste den Kurs selbst bezahlen, bzw. war er ein Geburtstagsgeschenk an mich.

Sebastian kommt aus Berlin, arbeitet am Kunden bei einem Enterprise Webhoster, ist verheiratet und seit 2013 Vater eines Sohnes. Auch wenn er noch ganz knapp aus der Generation ohne Internet stammt, spielt sich sein Leben fast komplett digital ab. Seine große Begeisterung ist das Reisen, am besten in große Städte in denen viel los ist.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Sebastian,
    Ich freue mich sehr das dir der Grillkurs gefallen hat. Da du ja fleißig übst sieht man sich hoffentlich in einem Folgekurs wieder.
    Liebe Grüße von deinen Grillmeistern

  2. Sebastian wollte ja am Sonntag einiges aus dem Kurs nachgrillen. Da wir aber keinen Kugelgrill besitzen, ging es am Samstag erst einmal in den Baumarkt. Wir haben einen schönen, großen Kugelgrill gekauft, auf dem nicht “Weber” drauf steht, aber beim ersten Einsatz für gut befunden wurde. Und nun zum Gegrillten. Es gab Toast mit Camembert, Räucherlachs, Mango und Feigensenf – ein Gedicht sag ich euch!! Dann gab es das Beer-Can-Chicken, allerdings mit Wasser. Auch das war so lecker! Selbst “Luke”, der von Fleisch im Allgemeinen nicht so viel hält, kam mit seinem Laufrad öfter am Tisch vorbei, um sich noch einen Happen abzuholen. Sebastian und ich haben und währenddessen liebevoll um die Haut gekabbelt. Und als Beilage gab es Maiskolben und Champis. Es war viel zu viel für uns 2,5! Und ich bin schon sehr gespannt auf die nächsten Grilltage. Auf dem Plan stehen auf jeden Fall noch Nudeln, die Salzkaroffeln und Pizza oder Flammkuchen. Und natürlich auch Nachtisch vom Grill 🙂
    Auf jeden Fall ein großes Lob an den Meistergriller (auch wenn er vergessen hat, seine Webergrillschürze umzubinden)!!

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