Mein Vortrag für den 8ten #blogtisch zum Thema gekaufte (WordPress) Themes / Plugins

Mein Vortrag beim 8ten #blogtisch

Gestern hatte ich die große Ehre, vor einigen anderen Bloggern aus diversen Bereichen zum Thema Themes und Plugins für WordPress zu reden. Im Rahmen des monatlich stattfindenden (Berliner) Bloggerstammtisch #blogtisch konnte ich mal zeigen, wo man am besten Themes kauft und welche Plugins aus meiner Sicht Sinn machen und welche ich immer wieder gerne einsetze.

Mein Vortrag beim 8ten #blogtisch

8ter #blogtisch Berlin mein Vortrag – iPhone Foto von Nils Wiemer Wiemers

Hier findet gibt es die Präsentation zum noch einmal reinschauen (weiter unten gibt es aber die Details).

2015 08-19 8ter #blogtisch – Themes und Plugins für WordPress und Blogger from Sebastian Thiele

Warum für Themes und Plugins bezahlen?

Die Auswahl an Themes und Plugins für WordPress (dem beliebtesten Blogsystem im Internet) ist unglaublich groß. Die Schwierigkeit besteht meist nicht darin, passende Plugins oder schicke Themes zu finden. Das Problem besteht meist darin, das Richtige aus der Vielzahl der Angebote auszusuchen. Neben all den kostenlosen Themes und Plugins, die es unter anderem im Verzeichnis von WordPress gibt (Themes, Plugins), gibt es auch viele Themes, die man für einen schmalen Taler kaufen kann. Bei vielen Plugins wiederum hat sich das Freemium Prinzip durchgesetzt. Die Plugins können kostenlos in einer Basisversion benutzt werden, wenn man dann aber etwas mehr Funktionsumfang oder bessere Unterstützung/Support haben will, muss man dafür bezahlen. (Beispiele dafür folgen später.)

Warum sollte man nun für Themes und Plugins bezahlen? Ganz einfach ist die Antwort wirklich nicht. Für die meisten „normalen“ Anwender sind die kostenlosen Sachen durchaus ausreichend. Wenn man aber doch mehr will, kommt man meistens um die bezahlten Versionen nicht herum.
Gerade bei den kostenlosen Plugins und Themes muss man etwas mehr darauf achten, was diese Dinge möglicherweise versteckt tun. Bei vielen kostenlosen Themes zu Beispiel findet sich im Footer ein Link auf den Ersteller. Für den Inhaber der Zielseite natürlich eine Goldgrube… all die vielen Backlinks. Doch was, wenn sich der Inhalt der Zielseite auf einmal ändert und dort Inhalte auftauchen, die man gar nicht verlinken will?
Auch gab es in der Vergangenheit diverse Fälle, in denen Themes und Plugins Inhalte generiert haben, die den eigenen Blog entweder übernommen oder mit Spam gefüllt haben.

Bei kostenlosen Angeboten gibt es in der Regel auch keinen direkten Support bzw. die Möglichkeit bei Problemen eine schnelle und vor allem qualifizierte Lösung zu bekommen. Bei bezahlten Erweiterungen sollte man dies aber immer bekommen. Denn das ist eine der Leistungen, für die man bezahlt.
Dadurch das die Entwickler durch den Verkauf ihren Lebensunterhalt verdienen (in den meisten Fällen), ist die Reaktionszeit auf bekannt gewordene Sicherheitslücken meist schneller als bei Hobbyprojekten, bei denen der Entwickler erst einmal die Zeit und Lust finden muss, das Produkt zu aktualisieren. (Natürlich ist das eine unbewiesene Behauptung.)

Generell ist aber die Empfehlung Plugins und Themes immer auf den aktuellsten Stand zu halten. Ganz besonders dann, wenn in den Release Notes (die man sich auch als nicht Techniker unbedingt anschauen sollte) etwas von behobenen Sicherheitslücken steht.

Worauf sollte ich achten, wenn ich mich dazu entschließe, ein Theme oder Plugin zu kaufen?

Wordpress Design

WordPress Design

Erst einmal sollte man sich klarmachen, was man haben will.
Bei einem Plugin sollte ich wissen: welche Aufgabe soll es erfüllen? Was ist der Unterschied zu einer möglicherweise kostenlosen Version? Und bin ich bereit dafür zu zahlen? Bin ich in einem geschäftlichen Umfeld unterwegs oder ist mir die Ausfallsicherheit sehr wichtig, sollte ich darauf achten, dass das Plugin regelmäßig gewartet wird und immer auf dem neusten Stand ist. Genau so, dass ich annehmbare Unterstützung durch einen qualifizierten Support bekomme… und das in für mich akzeptabler Zeit.

Bei Themes sollte natürlich der erste Blick auf das Aussehen gehen. Danach sollten Dinge wie Anpassungen an die eigenen Vorlieben möglich sein. Kann ich die Farben und Schriftgrößen einfach anpassen ohne im Code operieren zu müssen? Ist es mobil optimiert (Stichwort responsive) und wie sieht es mit der Suchmaschinenoptimierung (SEO) aus?

Wenn all diese Fragen beantwortet sind, kann man auf die Suche gehen. Doch gibt es noch ein paar Dinge mehr zu beachten.
Viele Themes und Plugins sind für den amerikanischen Markt geschrieben. Viele bieten eine deutsche Übersetzung an, doch nicht alle. Und das ist nicht nur für den Besucher wichtig. Auch haben einige Plugins keine Anpassung an das deutsche-/europäische Recht. Als Beispiel seien hier diverse Shop-Plugins oder Akismet als Anti Spam-Plugin genannt, die teilweise eindeutig gegen deutsches Recht verstoßen. Wenn man das alles ausgeschlossen hat (meist hilft eine Frage bei twitter, beim #blogtisch oder bei Google), kann der Einkauf losgehen.

WordPress, Blogger, Tumblr Themes kaufen, nur wo?

Wenn man sich dann entschlossen hat, doch etwas Geld für ein schickes Theme auszugeben, kommt die Frage auf, wo man diese kaufen kann.
Möchte man ein wirklich individuelles Design haben, dass kein anderer hat, bleibt wohl nur der Schritt zum Designer/Entwickler seines Vertrauens, um dort ein Theme in Auftrag zu geben. Und da gute Arbeit bekanntlich auch gutes Geld kostet, ist dies leider nicht immer sehr günstig. Alternativ kann man sich natürlich auch an Plattformen wie fiverr wenden. Dort kann man (in der Basisversion) recht günstig Designs und Grafiken für WordPress, Blogger, Tumblr und alle anderen gängigen Systeme erzeugen lassen.

Themes für WordPress kaufen – die Qual der Wahl

Für WordPress ist die Auswahl an so genannten Premium Themes fast grenzenlos. Google überflutet den Benutzer mit zahllosen Treffern. Wenn man aber nicht jeden Anbieter einzeln abklappern will, gibt es dort auch Shops, die sich darauf spezialisiert haben. Das (aus meiner Sicht) beste Angebot hat dabei Themeforest. Themes liegen dort in der Preisspanne 25 USD bis 60 USD. Sie lassen sich ähnlich wie herkömmliche WordPress Themes updaten und bieten viel Auswahl und Einstellungsmöglichkeiten. Viele Themes, die dort angeboten werden, haben einen ausgezeichneten technischen Support, wenn auch meistens (aber nicht ausschließlich) in englisch.

Will man doch lieber etwas in Deutsch gibt es noch Elmastudio. Ein deutschsprachiger Anbieter von Themes mit Support.

Themes für Blogger kaufen – Kleinere Auswahl

Blogger Nutzer sind leider nicht in der glücklichen Lage wie beispielsweise WordPress Benutzer. Viel Auswahl gibt es nicht und die vorinstallierten Themes sehen irgendwie alle gleich aus. Meist bleibt nur der Griff zum Designer des Vertrauens und man lässt sich Themes individuell erstellen.

Eine Möglichkeit ein Premium Blogger Theme zu kaufen, ist der englische Shop Etsy. Dort gibt es einige Anbieter, die fertige oder individuelle Themes für Blogger.com anbieten.

Themes für Tumblr kaufen – es wird immer weniger

Bei Tumblr sieht es leider ähnlich aus wie bei Blogger. Die Auswahl ist klein, dadurch aber nicht schlechter. Themeforest bietet ebenfalls eine kleinere Auswahl an Themes an. Auch etsy hat ein paar Dinge im Angebot. Wer die Mühe aber nicht in Kauf nehmen will, kann sich auch bei der Auswahl an Premium Themes bei Tumblr direkt austoben.

Eine weitaus größere Liste mit möglichen Quellen für Themes (besonders für Blogger und Tumblr) findet man bei blogfoster (wenn man eingeloggt ist unter Tools).

Plugins für WordPress kaufen – man kauft beim Erzeuger

Wordpress Plugins

WordPress Plugins

Anders als bei Themes ist mir keine Plattform bekannt, auf der man gesammelt eine Auswahl an Premium Plugins findet. Das liegt wohl aber auch daran, dass die meisten bezahlten Plugins auch in einer kostenlosen Variante bei WordPress.org vorliegen und erst einmal bequem darüber bezogen werden können. Man entscheidet sich dann erst bei der Benutzung dafür, ob man bezahlen will oder nicht. Man kauft dann sozusagen direkt beim Erzeuger, ohne Umwege über andere Anbieter.

Hier mal ein paar Plugins, die mir empfohlen wurden, oder die ich empfehlen kann und Geld kosten können.

  • wpSEO (wpseo.de) made in Germany 19,99 € – 99,99 €
    Ein deutsches Produkt und lange Zeit das ultimative SEO-Plugin für mich.
  • Yoast SEO Plugin (yoast.com) (Freemium) 69 $ – 249 $
    Dazu werde ich weiter unten detailliert etwas schreiben
  • BackWPup (marketpress.de) (Freemium) 60 $ – 145 $
    Dazu werde ich weiter unten detailliert etwas schreiben
  • WPShopGermany (wpshopgermany.maennchen1.de) 25 € – 149 € + Module
    Wie mir gesagt wurde, das einzige Shop-System für einen rechtssicheren Shop in Deutschland

Meine Empfehlungen für WordPress Plugins

Kommen wir nun zu den Plugins, die ich bei mir im Einsatz habe und bei den meisten neuen Blogs (die ich zum Beispiel für Andere einrichte) immer wieder mit verwende. Diese Liste ist nicht priorisiert.

  • Yoast SEO
    eines der beliebtesten WordPress SEO-Plugins mit sehr vielen Hilfreichen Anzeigen und vielen Einstellungsmöglichkeiten.
  • WP Appbox
    Das Plugin der Wahl, wenn man öfter mal auf Apps verlinken will.
  • thirstyAffiliates
    Mit diesem Plugin kann man nicht nur Affiliate Links kennzeichnen und in schicke URLs umwandeln, man kann es auch für Permalinks für externe Seiten nutzen. Dann muss man die Links nur noch an einer zentralen Stelle Ändern.
  • Redirection
    Es sollte nie vorkommen, tut es aber ab und an doch. Man muss die URL eines Artikel ändern oder zieht eine Kategorie um. Mit diesem Plugin kann man die alten URLs dann auf die neuen weiterleiten.
  • Public Post Preview
    Immer mal wieder möchte ich anderen meine Artikel vor der Veröffentlichung schicken (z.B. Kooperationspartner). Dieses Plugin erzeugt einen temporären Preview link, den ich dann weitergeben kann.
  • Jetpack
    Dies ist mit eines der mächtigsten Plugins die ich kenne. Es kann so viel, muss aber mit Vorsicht benutzt werden… einiges ist in Deutschland aus Datenschutzsicht bedenklich.
  • EU Cookie Law
    Irgend wann wird es kommen, das wir verpflichtet sind auf Cookies hinzuweisen. Dies macht dieses Plugin recht einfach. PS. Wer Google Anzeigen schaltet ist laut deren AGBs jetzt schon dazu verpflichtet.
  • Cachify
    Das ist ein super simples aber sehr nützliches Caching-Plugin um die Ladegeschwindigkeit der Seite zu erhöhen. Es gibt durchaus andere mit mehr Funktionen, aber dieses reicht für meine Zwecke voll und ganz aus.
  • BackWPupEin wirklich sehr umfangreiches und mächtiges Backup-Plugin, das mir schon das ein oder andere mal den Hintern gerettet hat. Speichert Backups auf dem FTP, sendet es per Mail oder läd es in die Cloud (AWS, Dropbox)
  • AmazonSimpleAdmin
    Ein sehr einfach zu verwendendes und super anpassbares Plugin um Amazon Produktlinks zu erzeugen.
  • AdRotate
    Mit diesem Plugin organisiere ich nicht nur meine Werbeplätze sondern nutze es auch für andere Zwecke. Beispielsweise wenn ich einen Post oder eine Information habe die ich unbedingt auf allen Seiten prominent Ankündigen will, kann ich dies recht einfach und schnell zeitgesteuerert tun.

Das sind noch nicht alle Plugins, die ich verwende, aber wie geschrieben die, die ich empfehlen kann.

Mich würden eure Plugins interessieren, vielleicht findet man ja noch das ein oder andere von dem man gar nicht wusste, dass man es braucht. Und wie sind eure Erfahrungen mit gekauften Premium Themes und Plugins? Hat es sich für euch gelohnt?

Ach und ich würde mich sehr freuen, noch ein paar mehr BloggerInnen beim #blogtisch begrüßen zu können. Termine findet ihr bei Meetup. Der nächste ist 23.09.2015.

Sebastian kommt aus Berlin, arbeitet am Kunden bei einem Enterprise Webhoster, ist verheiratet und seit 2013 Vater eines Sohnes. Auch wenn er noch ganz knapp aus der Generation ohne Internet stammt, spielt sich sein Leben fast komplett digital ab. Seine große Begeisterung ist das Reisen, am besten in große Städte in denen viel los ist.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Danke für die schöne Aufbereitung! Wenn ich Google richtig verstanden habe, muss der Cookie-Hinweis auf alle Blogs. Die Frage ist nur, wieviel drin stehen muss?

    • Hallo, so ganz weiß ich es nicht. Ich glaube aber der Cookie Hinweis reicht recht weit gefasst. Details müssen dann in die Datenschutzerklärung.

  2. Pingback: @blogfosterDe

  3. OH man, das Public Post Preview Plugin ist genau das, was ich gesucht habe 😀 Letztens musste ich doch ernsthaft einen Blogartikel als Word Datei verschicken, weil ich nicht wusste, wie ich es besser anstellen sollte 😀 Das wird demnächst dann wohl überflüssig 😉
    Danke dafür!

    Liebe Grüße

    Julia

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