Selbstversuch… Weg mit dem eigenen Auto in Berlin – und das mit Kind

Ohne Auto in Berlin

Freiwilliger Weise haben wir seit nun fast zwei Wochen kein eigenes Auto mehr. Schon seit drei Jahren wollte ich immer wieder – mal mehr aktiv meist aber weniger aktiv – unseren fast 18 Jahre alten Renault Laguna verkaufen. Aber irgendwie kam immer wieder was dazwischen. Am Ende war es dann doch das Kind und der Gedanke, dass es doch ganz nützlich wäre ein Auto zu haben wenn man mit Kind mal schnell wo hin will.
Nun standen aber – mal wieder – kostenintensive Eingriffe an um durch den nächsten TÜV zu kommen. Und bevor wir das Auto in ein Fass ohne Boden umbauen lassen haben wir uns nun doch einen Ruck gegeben und sind es losgeworden… verkauft darf man dazu nicht sagen.

Carsharing - ohne eigenes Auto in Berlin

Carsharing – ohne eigenes Auto in Berlin

Da wir in Berlin wohnen, einer Stadt mit gut ausgebauten Öffentlichen Verkehrsmitteln, sollte das doch alles machbar sein. Sollte. Aber so ganz auf ein Auto verzichten?
Es war uns klar, dass wir uns (erst einmal) kein neues Auto holen werden. Die Argumente gegen ein eigenes Auto sprechen schon für sich.

Argumente gegen ein eigenes Auto (für mich)

  • Ein Auto kosten zu viel an Versicherung – besonders bei uns in der Gegend.
  • Ein Auto kosten Steuern.
  • Ein Auto benötigt regelmäßige Wartung und Reparatur, das kann ins Geld gehen.
  • Bei uns sind zu viele Deppen unterwegs, dass an so einem Auto auch schnellmal was kaputt gemacht wird – das kostet dann auch wieder Geld.
  • Parkplätze sind bei uns auch nicht gerade im Überfluss – auch wenn die Parkraumbewirschaftung die Sache schon verbessert hat.
  • Ein Auto sollte regelmäßig bewegt werden. Das wurde es bei uns nie… wir fahren einfach nicht genug.
  • Den Aspekt mit der Umwelt sollte man auch nicht vergessen.
  • Wir haben alle eine Monatskarte für die Öffentlichen Verkehrsmittel und die sind gut ausgebaut.

Aber natürlich gibt es auch ein paar Argumente für ein eigenes Auto.

Argumente für ein eigenes Auto (für mich)

  • Etwas mehr Flexibilität.
  • Wenn man mit Kind unterwegs ist kann man doch mal mehr mitnehmen.
  • Auf einigen Strecken ist man schon schneller Unterwegs, was gerade abends auf dem Heimweg mit Kind ein Vorteil sein kann.

Was soll man also machen, wenn man auf die Mobilität eines Autos nicht verzichten will, aber sich auch keines zulegen will?

Glücklicherweise gibt es in Berlin eine riesige Anzahl von sogenannten Carsharing Anbietern. Viele ähneln sich im Angebot einige sind aber recht speziell. Bei einigen bin ich schon eine Weile angemeldet und habe schon einiges an Erfahrung gesammelt. Andere fallen mir immer mal wieder auf, wenn ich die Autos auf den Straßen stehen sehe.

In den kommenden Wochen werde ich mir die einzelnen Carsharing Anbieter noch mal etwas genauer anschauen. Besonders in Betracht auf die Familienfreundlichkeit. Denn schon jetzt ist mir klar, dass die einen oder anderen Anbieter mit Kind nicht geeignet sind.

  • Multicity von CITROËN
  • Flinkster von DB Bahn
  • Car2Go von Smart/Daimler
  • DriveNow von SIXT und BMW

Wenn ich flexible Anbieter in der Liste vergessen habe würde ich  mich über einen Hinweis freuen.
Auch wenn ihr schon eigene Erfahrungen mit den Anbietern gemacht habt, würde ich mich freuen, wenn ihr sie mit mir teilen würdet.

Sebastian kommt aus Berlin, arbeitet am Kunden bei einem Enterprise Webhoster, ist verheiratet und seit 2013 Vater eines Sohnes. Auch wenn er noch ganz knapp aus der Generation ohne Internet stammt, spielt sich sein Leben fast komplett digital ab. Seine große Begeisterung ist das Reisen, am besten in große Städte in denen viel los ist.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo sebastian,
    wenn du auf ein Carsharing mit Kind Wert legst, solltest du auch ein stationbasiertes oder peer-to-peer-System ausprobieren:

    stationbasiert: stadtmobil (bietet glaube ich auch Kindersitze etc. an) und früher habe ich gern bei hertzondemand gemietet.

    peer-to-peer: tamyca, autonetzer oder drivy.

    • Hallo Mario, danke für die Hinweise. Ich werde sie mir mal anschauen. Ob ich sie testen kann ist ja auch immer eine Frage des Geldes.

  2. Wichtig finde ich, dass man bei den Anbietern nicht nur auf die Mietpreise sondern auch auf die Selbstbeteiligung achtet. Die ist z.B. bei Flinkster mit 1.500€ – wie ich finde – extrem hoch.

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