Neuer Job – Elternzeit

Neuer Job: Elternzeit

In ein paar Tagen geht es los. Ich fange dann einen neuen Job an. Ich lasse mein jetziges berufliches Umfeld hinter mir und wende mich neuen Aufgaben zu.
Und natürlich sehe ich das als Aufstieg in meiner Karriere… immerhin habe ich mir den Titel Chief Operating Officer (COO) ausgewählt – wir Männer brauchen so cool klingende Namen. Ich werde sogar ein kleines Ein-Mann-Team leiten. Meine Hauptaufgaben werden wohl die Koordination des operativen Geschäfts sein und die Förderung der Nachwuchskräfte. Einziger Nachteil, die Stelle ist auf zwei Monate befristet und danach wird die Position outgesourct – an einen externen Dienstleister.

Die Bezahlung ist schlecht, die Arbeitszeiten sind unmenschlich, aber die immateriellen Vergütungen sind kaum zu schlagen.
Arbeiten von zu Hause, ein kleines Team mit ausgewählten Mitgliedern, arbeiten im Freien, flexible Arbeitszeiten mit (hoffentlich) ausgedehnter Mittagspause und einiges mehr.

Der neue Job, Elternzeit

Schick machen für den neuen Job Elternzeit.

Und warum schreibe ich das jetzt so betont in Form eines neuen Jobs? Die Idee dazu kam mir eher zufällig, wie auch die folgende Erkenntnis.

In den letzten paar Tagen und Wochen habe ich immer wieder an meine zwei Monate Elternzeit gedacht. Dabei kam in mir immer ein komisches Gefühl auf… ich konnte es mir sehr lange nicht erklären was das war. Es war eine Mischung aus riesiger Freude, unglaublichem Zweifel, ob ich das alles packe und und und.
Irgendwann abends ist mir dann aufgefallen, woher ich das kenne. Ich habe, soweit ich mich erinnere, bis jetzt sieben größere Jobs gehabt (inklusive derer in der Studiumszeit). Und vor fast jedem hatte ich das gleiche Gefühl. Zweifel daran, dass ich den Aufgaben gewachsen bin, die mir übertragen werden und Freude darauf, was kommen wird.

Diana fand das jetzt gar nicht so abwegig, dass ich vor der Elternzeit das gleiche (etwas abgewandelt) empfinde. Es sei auch wie ein neuer Job.

Zum Klarstellen: Ich freue mich riesig darauf, mit der Nachwuchskraft viel Zeit zu verbringen und seine Entwicklung nicht nur am Abend durch Erzählungen oder tagsüber von Fotos mitzubekommen. Aber ein wenig Zweifel an meinen eigenen Fähigkeiten darf gestattet sein.

Ich hatte ja auch schon einen Monat Elternzeit. Damals, es war der erste Lebensmonat, zusammen mit Diana.
Das war wie Urlaub. Der Kleine hat geschlafen, getrunken, wollte eine neue Windel und ab und an mal auf dem Arm in der Wohnung herumgetragen werden oder im Kinderwagen frische Luft schnappen.
Heute, mit dann 11 Monaten, sieht das ganz anders aus. Er ist mobiler und aktiver. Will ab und an bespaßt werden und braucht was Richtiges zum Essen.

Ja, das mit dem Essen könnte für mich ein Problem werden. Momentan wird er wunderbar mit frisch gekochtem und gesunden Essen von Diana versorgt. Die sich täglich hinstellt und frisches auf den Tisch bringt. Und dann ich… dem zum Morgen, Mittag und ab und an auch zum Abend ein, zwei Toasts mit Belag reichen. Oder der auch gerne mal einen Döner zum Mittag macht. Ich soll auf einmal für jeden Tag was zum Essen ausdenken und das auch vorbereiten? Oh man, ich glaube ich bestelle Essen auf Rädern.

Gut, bevor mir gleich von der CEO der Familie eine Abmahnung in die Personalakte gepackt wird, höre ich lieber auf mit solchen Scherzen.

Zusammengefasst…
Mich erwartet eine neue Aufgabe, ich bin sehr gespannt und hey… Das schaff ich schon.

Bild: © Christian Nähring (www.mitarbeiter-blog.de) / pixelio.de

Sebastian kommt aus Berlin, arbeitet am Kunden bei einem Enterprise Webhoster, ist verheiratet und seit 2013 Vater eines Sohnes. Auch wenn er noch ganz knapp aus der Generation ohne Internet stammt, spielt sich sein Leben fast komplett digital ab. Seine große Begeisterung ist das Reisen, am besten in große Städte in denen viel los ist.

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich bin mir sicher das du das schaffst. Ich schaffe das auch. Sich um das Kind zu kümmern find ich noch am einfachsten. Was etwas auf der stecke bleibt ist alles andere aber auch das bekommt man nach einiger Zeit in den griff. Und wenn was ist einfach fragen 🙂 sind ja reichlich daddy’s online unterwegs 😉

    • Danke für den Zuspruch.
      Ich will jetzt nicht einer dieser Eltern werden… aber warte es mal ab… das wird noch alles aufwändiger 🙂

      • Ne warum denn auch, diese sorgen die du hattest und hast waren bei mir auch da und gibt es ab und an immer noch. also alles halb so wild

  2. Na klar schaffst du das! Bei Fragen darfst du dich sicherlich auch vertrauensvoll an meinen Mann wenden. Der hat ja auch seine Erfahrungen gemacht. 🙂

    • Kocht er auch für uns?
      Ach ne, mit ihm gehe ich dann lieber Burger essen 🙂

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