Getestet: Britax Römer KING II ATS – Autokindersitz in Giraffen Optik

Britax Römer KING II ATS

Das Thema Sicherheit und Kind ist ein unglaublich wichtiges. Das Wichtigste, was ich in meinem Leben hervorgebracht habe, soll so sicher sein wie es geht. Das gilt natürlich besonders – in dem relativ gesehen – sehr gefährlichen Umfeld des Straßenverkehrs, genauer gesagt, beim Autofahren.

Allein in Berlin gab es im Jahr 2013 917 Verkehrsunfälle, bei denen Kinder beteiligt waren (Quelle).
Bis jetzt waren wir glückliche Nutzer einer Babyschale, in der das Kind sicher untergebracht war. Jetzt aber ist er zu groß geworden für diese Schale und liegen will er eh nur noch wenn es ihm passt. Also musste etwas neues her. Da waren wir sehr dankbar, als Britax Römer mir die Möglichkeit gegeben hat, den neuen Britax Römer KING II ATS zu testen. Ich war ja schon damals ich super begeistert vom Britax Römer KING II. Der Britax Römer KING II ATS ist das neuste Mitglied der Britax Römer KING Familie.

King II ATS - Giraffen Kopf

KING II ATS – Giraffen Kopf

Nachdem wir uns also von dem Gedanken erholt haben, dass unser Kleiner kein Baby mehr ist und jetzt einen richtigen Kindersitz benötigt, kam auch schon das Paket mit dem Kindersitz an. Wir waren überglücklich als wir gesehen haben, dass unser Wunschmodell in dem Paket war: die Giraffe. Ja, unser Kindersitz sieht aus wie eine Giraffe.

Da ist er der #britax #römer #king2ats. Bin gespannt auf das gute Stück.

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Der Kindersitz kommt in acht verschiedenen Designs. Zwei davon sind besonders: das eine ist die bereits erwähnte Giraffe und das zweite ist ein Zebra.

Britax Römer King II ATS - Zebra & Giraffe

Britax Römer King II ATS – Zebra & Giraffe

Der Britax Römer KING II ATS in harten Fakten

Der Kindersitz ist kein Leichtgewicht. 10,3 kg müssen auch erst einmal bewegt werden. Grundsätzlich ist das nicht so das Problem, denn gewöhnlich bleiben Kindersitze in dem Auto, das man regelmäßig fährt. Da wir aber nicht immer ein und dasselbe Auto fahren, buckeln wir den Sitz immer wieder ins Auto und heraus.

Dabei ist mir aufgefallen, dass mir eine Art Griff, wie es ihn an einer Babyschale gibt, fehlt.

Der Kindersitz ist für Kinder von 9 bis 18 kg, das entspricht etwa 9 Monate bis 4 Jahren, geeignet. Wobei ich denke, dass 9 Monate noch etwas früh ist.
Mir wurde mal gesagt, dass man die Babyschale so lange wie möglich nutzen und die Gewichts- oder Altersobergrenze ausnutzen soll. Zumindest aber sollte das Kind schon sicher und alleine aufrecht sitzen können. Auch die ganzen Eindrücke, die bei einer Fahrt in Fahrtrichtung und aufrecht sitzend auf das Kind einwirken, sollten nicht unterschätzt werden.

Gewicht 10,3kg
Geeignet für 9kg – 18kg (9 Monate bis 4 Jahre)
Maße (H x B x T) 67cm x 45 cm x 45 cm

Der Einbau des Kindersitzes

Den KING II ATS bekommt man recht einfach ins Auto. Empfohlen wird, dass der Kindersitz auf der Rückbank platziert wird. Da, so meine Meinung, gehören Kinder im Kindersitz auch hin.

Die Befestigung des Kindersitzes an den Dreipunktgurt des Autos ist dank der klappbaren Sitzschale, zumindest in einem Fünftürer, recht einfach, falls man sich vorher die Bedienungsanleitung angeschaut hat. Beim Zurückklappen des Sitzes wird der Gurt des Autos noch einmal nachgespannt, so dass der Sitz bombenfest sitzt. Der KING II ATS kann auf beiden Seiten platziert werden.

Das Kind im KING II ATS platzieren und sichern

Es sind ja immer die Kleinigkeiten, die das Leben einfacher machen. So gibt es bei dem Sitz an der Seite der Sitzfläche kleine Ösen, in denen man den offenen Gurt fixieren kann, damit er nicht unter das Kind rutscht. Wenn ich so etwas noch für unseren Kinderwagen bekommen könnte?

King II ATS Gurthalterung

Gurt rein stecken und nichts ist mehr im Weg.

Wenn das Kind erst einmal im Sitz sitzt, wird das Kind durch den 5-Punkt-Gurt am Wieder-raus-springen gehindert. Das Zusammenfummeln der beiden Gurthälften bedarf anfangs ein wenig Übung, wird aber von mal zu mal einfacher.

Da der Sitz für eine recht lange Einsatzzeit gedacht ist, muss er auch “mitwachsen” können. Die Kopfstütze ist super einfach mit nur einer Hand in der Höhe verstellbar. Mit ihr wird auch die Höhe der Schultergrute verstellt.

Das Beste: Active Tensioning System (ATS) oder kurz: Immer richtig fest

Das Beste am KING II ATS von Britax Römer ist dieses super kompliziert klingende Active Tensioning System (ATS). Die Technik, die dahinter steckt, ist sicher auch sehr kompliziert und ausgeklügelt. Für mich als “Anwender” ist es aber super einfach.

Bis jetzt hatte ich immer, wirklich IMMER, das Gefühl, ich mache etwas falsch beim Angurten. Entweder ich hatte Angst das Kind zu fest anzuschnallen oder nicht fest genug. Und wenn sich das Kind ein- oder zweimal im Sitz bewegt hat, konnte man eigentlich direkt noch mal nachspannen.
Dank ATS soll das jetzt nicht mehr der Fall sein.

Wenn das Kind jetzt angeschnallt und der Gurt straff gezogen wird, gibt der Kindersitz eine Rückmeldung, wann das Kind richtig fest angegurtet ist. Sowohl eine kleine Lampe springt von rot auf grün, als auch ein Ton zeigt an: Jetzt passt es. Und wenn das Kind dann noch ein paar Mal rumwurschtelt und wieder Luft entsteht, kann das Gurtstraffungssystem des Kindersitzes dies bis zu einem gewissen Maß nachspannen.

Und falls bei der Fahrt mal etwas mit dem Gurt sein sollte, also die Spannung nicht mehr richtig ist, oder gar das Kind den Öffner betätigt hat, gibt das System einen akustischen und visuellen Alarm.

Das war bei unserem Test auch gleich mal der Fall. Und wenn ich ehrlich bin, beunruhigt einen das ganz schön. Ich bin gleich rechts rangefahren und habe alles überprüft. Der Verschluss war ok. Dieser Hintergedanke “Oh da war ein Alarm” beunruhigt doch ungemein, aber eine direkte Gefahr bestand wohl nicht, da nach dem Versuch des Nachspannes das ATS wieder auf grün gesprungen ist. Vielleicht gingen doch noch ein paar Millimeter, die sich “Luke” vorher lose gewurschtelt hat?

Über den Grad der Gemütlichkeit kann ich leider nicht viel berichten, ich passe bei weitem nicht mehr rein. Der Stoff und die Polsterung machen für mich aber ein sehr wohliges Gefühl. Und zumindest “Luke” ist bei der ersten Probefahrt direkt eingeschlafen und sah sehr zufrieden aus. In dem Zusammenhang will ich auch noch unbedingt auf die vier Positionen des Kindersitzes hinweisen. In vier Stufen lässt sich der Kindersitz neigen, damit das Kind in eine Art Liegeposition kommt und noch besser schlafen kann. Zum Richtig-Hinlegen reicht es nicht, aber ich denke das hat Sicherheitsgründe.

Die Polster der Kopfstütze unterstützen einen angenehmen Schlaf, da der Kopf des Kindes nicht bei jeder Kurve hin und her wackelt.
Die Gurte haben eine sehr große Polsterung. Die nicht nur den Stoß bei einem Aufprall aufnimmt, sondern auch den generellen Druck gut verteilen soll.

Die Polsterung des KING II ATS lässt sich – laut Anleitung – recht einfach abnehmen. Ob es dann aber auch wieder so einfach ran geht ist ja immer ein anderes Problem. Leider kann man den Bezug nur bei 30°C waschen und nicht trocknen. Das finde ich etwas zu wenig. Wenn ein Kind erst einmal richtig los legt, könnten 30°C etwas wenig sein, um alles raus zu bekommen. Und wegen der fehlenden Trocknerverträglichkeit ist ein “schnell mal waschen” auch nicht drin.

Beim Zubehör gibt es auch noch spezielle Sommer- und Winterbezüge. Und zumindest der Sommerbezug könnte noch eine Überlegung wert sein. Bei längeren Fahrten staut sich schon etwas die Luft und “Luke” war etwas transpiriert am Ende der Fahrt. Nachteil: es gibt sie nicht im Giraffen- oder Zebra-Look. 🙁

Mein Fazit

Ich bin mit dem Britax Römer KING II ATS höchst zufrieden. Ich habe keine negativen Dinge gefunden, die mich davon abhalten würden, den Kindersitz weiterzuempfehlen.

Für Unentschlossene würde ich unbedingt empfehlen, sich vorher mal mit der Bedienungsanleitung auseinanderzusetzen, die man auf der Produktseite findet. Oder den Britax Römer Fit Finder™. Dort könnt ihr herausfinden, welcher Kindersitz für euer Kind geeignet ist. Für ein paar Zusatzinformationen über Active Tensioning System (ATS) kann ich euch auch die PDF empfehlen, die die Anwendung noch einmal beschreibt.

Sebastian kommt aus Berlin, arbeitet am Kunden bei einem Enterprise Webhoster, ist verheiratet und seit 2013 Vater eines Sohnes. Auch wenn er noch ganz knapp aus der Generation ohne Internet stammt, spielt sich sein Leben fast komplett digital ab. Seine große Begeisterung ist das Reisen, am besten in große Städte in denen viel los ist.

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