Gastartikel: Mein Lieblings-Gadget

Urlaubsvertretung Alex

Sebastian: Alex, der sonst über sein leben mit seinem Runzelfüßchen bloggt, war so nett und hat einen Urlaubsartikel geschrieben.
Vielen Dank dafür, und jetzt schnell auf „Aufnahme“ klicken:


Es gibt viele Dinge, die mir am Herzen liegen und die eher technische Natur sind. Allerdings gibt es kein Gadget, was mir als Vater so wichtig ist wie unser Festplatten-Recorder.

Festplattenrecorder

OK. Festplatten-Videorecorder klingt ja jetzt nicht so spannend. Aber vielleicht muss ich da ein wenig ausholen.
Irgendwann vor zig Jahren kannte ich nur krizeliges Analog-Farbfernsehen. Es gab schon ein paar Kanäle (Kabelfernsehen!) und wenn man mal keine Zeit hatte, dann konnte man mit VHS-Videorecordern Sendungen aufnehmen. Aber die Aufnahmequalität war auch mit gutem Willen eher bescheiden. Irgendwann kamen dann DVD-Player und die alten Kisten flogen bei vielen Menschen einfach raus oder gingen kaputt und wurde nicht mehr ersetzt.

Weil uns aber Fernsehen nicht so wichtig war, hatten wir vor dem Runzelfüßchen keinen Videorecorder. Entweder, wir guckten etwas live im Fernsehen, oder wir verpassten es, aber es war nie so wichtig, dass wir einen Videorecorder benötigten. Das änderte sich irgendwann.

Eigentlich wollte ich nur einen DVB-C-Tuner kaufen bzw. einen Blu-Ray-Player. Wir haben zwar einen Flat-Screen, aber der ist nicht besonders smart und hat auch keinen HD-Tuner. Also wollte ich so ein Kombi-Gerät mit Festplatte und Blu-ray-Laufwerk haben.

Der Nutzen erschließt sich nur langsam

Am Anfang fand ich den neuen Recorder auch nicht so spannend. Allein das Umsortieren von ca. 400 Kanälen war echt nervig. Jetzt konnten wir zwar auch ARTE in hochaufgelöst schauen, aber eigentlich hatten wir gar keine Zeit zum Fernsehen gucken. Das Runzelfüßchen war auf der Welt und wir hatten andere Dinge zu tun.
Irgendwann nahmen wir den ersten Tatort am Sonntag auf und freuten uns, wenn wir den mal später in der Woche einfach schauen konnten.

Nach ein paar Monaten wurde das Gerät immer nützlicher. Wenn meine Tochter also abends im Bett lag und sich manchmal über das Babyfon bemerkbar machte, konnten wir plötzlich das laufende Fernsehen anhalten. Time Shift. Whooho. Während also einer von uns im Wohnzimmer wartete und der andere sich um unser Kind kümmerte, konnten wir nach der Rückkehr wieder weiter schauen. Wenn wir eine Sendung mit Werbung guckten, dann gab es sogar noch den Vorteil, dass wir die Reklame einfach überspringen konnten.

Ich will gar nicht wissen, wie viele Tatorte wir schon nicht hätten zusammen gucken können. Wahrscheinlich hätten wir es irgendwann einfach aufgegeben. Aber so können wir Sendungen einfach anhalten. Zusätzlich kann das Megagerät auch noch diverse Mediatheken und Streaming-Anbieter abspielen.

Fazit

Wenn euch euer Kind abends nichts gucken lässt und ihr gerne mal eine Sendung zu Ende schauen möchtet, kann ich einen Festplattenrecorder nur empfehlen. Auch Fussballspiele lassen sich endlich fast live schauen. Es mag zwar auch Lösungen geben, die cooler sind, aber die sind meist auch komplizierter. (Und nur für den Fall ihr fragt euch, nein, ich werde hier nicht von irgendeiner Industrie für diesen Post bezahlt.)

Für die Nerds: Noch mehr Technikkram

Festplattenvideorecorder gibt es oft als Kombi mit Blue-Ray-Player (bspw. von Samsung, LG oder Panasonic). Das mag praktisch sein, hat aber den Nachteil das mehr kaputt gehen kann (Laufwerk und Festplatte). Für HD-Aufnahmen sollte die Festplatte so groß wie möglich sein (500 Gigabyte und mehr), da selbst SD-Aufnahmen schnell diverse Gigabytes fressen. Wer gerne Sendungen vom Festplattenvideorecorder auf einen Computer überspielen will (für was auch immer), der sollte darauf achten, dass das Gerät das auch kann. Ich will nichts archivieren, aber das gilt nicht für jeden.
Oft gibt es Geräte als Variante für DVB-C (Kabel) und DVB-S (Satellit) – darauf sollte man schauen. Wer den Sendersuchlauf das erste Mal durchführt, freut sich darüber, dass man die Kanäle oft auch exportieren und am Computer selber bearbeiten kann. Ansonsten kann das sortieren Stunden dauern.
Wer kein Fernsehen schaut und nur streamt ist mit einem Streaming-Stick von Amazon, Google oder einem Apple-TV günstiger beraten. Oder nutzt die eingebauten Apps seines Fernsehers bzw. Blu-Ray-Players. Je nach Gerät geht das über Netzwerkkabel oder wifi oder passendem USB-Wifi-Stick. An manchen Fernsehern lässt sich auch einfach eine Festplatte anschließen und man kann „time-shiften“.

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