Gastartikel: Der Alltag als Papa und deren Probleme

Gastartikel: Probleme als Papa im Alltag

Bevor ich Papa war, konnte man mich anrufen, bescheid sagen, dass man in fünfzehn Minuten bei mir ist und ich wäre in zehn Minuten fertig. Klar, das geht heute auch noch, aber ich brauch dann doch noch mal mindestens dreißig Minuten, um meinen Sohn fertig zu machen.
Möglich, dass es jetzt den ein oder anderen unter euch gibt, der sich fragt, warum ich so lange brauche. Ich brauch ja auch nicht immer so lange, aber ich plane mal lieber etwas mehr Zeit ein zum Fertigmachen. Denn man weiß ja nie, welche Überraschungen der Minimann für mich hat auf dem Weg zur Tür raus.
Wer jetzt denkt, es kann doch nicht so schwer sein, das Baby anzuziehen und die Wickeltasche fertig zu machen und dann raus. Richtig, es ist auch nicht so schwer, aber die Babys können einem schon Stolpersteine in den Weg legen. Es beginnt damit, dass man den Kleinen noch schnell wickeln will, die Sachen, die er noch an hat, kann man auch noch anlassen, sind ja noch gut. Also nur die Windel gewechselt, geht ja auch schnell. Body wieder zu knöpfen und den Strampler wieder an und fertig ist das Baby. Das denke ich, aber das Baby sieht das anders. Egal wie lange die letzte Mahlzeit her ist, so ein Baby hat immer was im Magen, was man wieder rausspucken kann. Vorzugsweise wenn die Eltern es eilig haben. Also das Kind wieder komplett aus- und umziehen. So nun noch mal nachdenken, ob man alles in die Wickeltasche gepackt hat, sich ganz sicher sein, aber trotzdem noch mal nachschauen und das Milchpulver, das man fast vergessen hätte noch einpacken. Und schon kann es losgehen. Hmm, wo gehen wir denn mal hin, so gedankenmäßig? Wir gehen mal ganz profan in ein Einkaufszentrum einkaufen.

Meine erste Überlegung ist dann auf welchen Weg wir zum Einkaufszentrum kommen wollen. In der Regel versuche ich es zu vermeiden, dass ich mit dem Auto fahre. Hätte ich den kleinen Mann nicht, wäre ich sicher mit dem Auto gefahren, aber seitdem er da ist, habe ich das Spazierengehen für mich entdeckt.
Also laufen wir so viel und so oft es nur geht.

Das Einkaufen an sich ist jetzt nicht so das Problem, finde ich zu mindestens. Also ich musste mich noch nicht aufregen wenn wir einkaufen waren.
Bei uns gibt es einen REWE, der etwas zu enge Gänge hat für den Kinderwagen, aber den umgehen wir einfach. Ansonsten haben wir drei weitere REWE, bei denen man mit dem Kinderwagen gut durch die Gänge kommt. Also hat sich mein Einkaufsalltag nicht groß verändert außer das ich nun mit meinem kleinen Sohn unterwegs bin.

Schild Familienparkplatz

Nicht jeder versteht wofür dieses Schild steht.

Bin ich vorher alleine mit dem Auto zum Einkaufen gefahren, habe ich nach einem Parkplatz möglich nahe am Eingang gesucht. Heute mach ich das auch noch, aber ich hoffe dann und wann darauf, dass ich auch einen Mutter-Kind- oder Familienparkplatz erwische. Früher war mir egal wer da drauf stand. Heute wo ich weiß, dann man um jeden Zentimeter froh ist, den man die Tür aufmachen kann, regt es mich schon auf, wenn ich da ein Auto sehe, was da eigentlich kein Recht hätte, dort zu stehen. Aber das ist wohl etwas, was sich nie ändern wird.

Selbst an der Kasse habe ich noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Ich kam auch schon in das ein oder andere nette Gespräch.

Wenn man aber Shoppen gehen will, dann muss ich mich das ein oder andere Mal schon etwas mehr zusammen reißen. Wir wohnen in der Nähe von Frankfurt am Main. Und eben in diesem Frankfurt gibt es die Zeil. Die Zeil ist eine lange Fußgängerzone mit vielen großen und kleinen Läden und auch mit zwei Einkaufszentren und darunter die relative neue MyZeil.
Es befinden sich jede Menge Rolltreppen in diesem Zentrum und es gibt auch zwei Fahrstühle. Und eben das ist das Problem. Bevor ich mich als Papa bezeichnen konnte, waren mir Fahrstühle in der Regel total schnuppe. Doch jetzt wenn man mit dem Kinderwagen unterwegs ist, ist das etwas anders geworden. Man ist nun mehr auf Fahrstühle angewiesen. Wenn ich dann aber zwanzig Minuten vor einem Fahrstuhl stehe und warte, dass einer genügend Platz bietet für uns und den Wagen dann könnte ich mich schon etwas aufregen. Ich würde ja nichts sagen wenn die Fahrstühle besetzt sind von Eltern, die auch mit dem Kinderwagen unterwegs sind oder alten Menschen, die nicht mehr ganz so gut laufen können oder im Rollstuhl sitzen. Dann wäre ich der Letzte, der was sagen würde. Aber nein, da stehen Leute in meinem Alter drin oder welche, die selber mal einen Kinderwagen geschoben haben. Und die schauen dann auch noch so als wäre das ihr Fahrstuhl. Ich bin jetzt auch nicht unbedingt einer, der auf alles und jeden Rücksicht nimmt, aber bei so etwas hört für mich der Spaß auf.

Aber bis auf mein kleines Fahrstuhlproblem habe ich bisher nichts nennenswert Negatives erlebt.

Selbst Busfahren klappt ganz gut mit Kinderwagen. Okay, ich konnte es bisher vermeiden um die Mittagszeit zu fahren wenn die ganzen Schulkinder Schule aus haben. Was man nicht beeinflussen kann, und ich mich auch nicht darüber aufrege, ist wenn mehrere Eltern mit Kinderwagen in den Bus wollen, aber da kann man sich ja arrangieren.

Ich werde bestimmt noch das ein oder andere erleben, was ich nicht so toll finde, aber ich stehe ja noch am Anfang als Papa. Also bin ich gespannt was da noch so kommen mag.

Wenn ihr auch soetwas erlebt habt oder ähnliche Dinge, dann lasst es mich wissen.

Euer Papa Blogt

Bild: © Karl-Heinz Laube  / pixelio.de

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